Auf den Spuren von Pilgern und Kaufleuten

Am 5. September begaben sich 12 Wanderer auf die Spuren von Pilgern und Kaufleuten im Paderborner Land. Der „Alte Pilgerweg“ folgt in weiten Teilen der „Via Regia“, im 17. Jahrhundert auch „Frankfurter Weg“ genannt, den die Paderborner Fürstbischöfe nutzten um zu Krönungsfesten nach Frankfurt zu reisen oder Kaufleute die auf der Messe ihre Waren verkaufen wollten. Unsere Wanderung startete an der Kluskapelle in Etteln, die der hl. Lucia geweiht ist.

Kluskapelle Etteln
Im Nonnenbusch

Der Weg führte aufwärts in den Nonnenbusch. Der Name ist zurückzuführen auf Zisterzienserinnen eines Paderborner Klosters, die hier umfangreichen Grundbesitz hatten. Heute befindet sich hier ein Friedwald.

Weiter ging es zur Wallfahrtskapelle „Zur hilligen Seele“. Der Legende nach hat hier der hl. Meinolf gesehen, wie eine Seele mit Flügeln vom Himmel schwebte. Die Kapelle diente der Kreuzverehrung. Wir legten hier unsere Mittagsrast ein.

Blaue Madonna

Durch eine Kastanienallee kamen wir zur nächsten Station, der „Blauen Madonna“. Sie wurde als Erinnerung an die Marienerscheinungen in Lourdes 1882 errichtet.

Von hier führte uns der Weg durchs Ellerbachtal nach Schloss Hamborn. Hier befinden sich Einrichtungen der „Richard Steiner Werkstätten“, Waldorfschule, Reha-Kliniken, Gärtnerei, Bio-Hof, Handwerksbetriebe usw.

Schloss Hamborn

Über eine Treppe und einen Trampelpfad ging es weiter bergab. Es folgte ein Stück Fahrstraße bevor wir ins Despental gelangten. Nach einem kurzen Anstieg hatten wir einen weiten Blick über die Paderborner Hochfläche mit den zahllosen Windkrafträdern.

Ein kurzer Abstecher führte uns zu guter Letzt noch zum Teufelsstein. Der Legende nach soll der Teufel hier einen großen Felsen auf einen Missionar geworfen haben, der im Tal bekehrungswilligen Heiden predigte. Der Stein blieb aber am Abhang liegen und ist heute als Aussichtspunkt begehbar. Der Blick geht weit über den Ettelner Paddelteich ins Altenautal.

Noch ein kurzes Stück Weg und wir waren an unserem Ausgangspunkt angekommen. Hier bekam jeder Wanderer noch eine Pilgerurkunde bevor wir uns im Bauernhofcafe bei Speis und Trank stärkten.

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